Termine 2017

1
5. Mai 2017
Anmeldeschluss für teilnehmende Hochschulen
2
7. Juni 2017
Einreichung der Plakatentwürfe
3
11. -15. Oktober 2017
Frankfurter Buchmesse

Ziel der Plakate: Den Ehrengast in Frankfurt zu begrüßen und das Lesepublikum auf die Buchmesse aufmerksam machen.

Format: A1, Hochformat
Gestalterische Vorgaben:
Einbindung der Logos von der Stadt Frankfurt, dem Ehrengast, der Frankfurter Buchmesse und dem Wettbewerb (anzufordern bei Ann-Kristin Oestreicher, siehe Kontakt).

Druckspezifikationen Plakate:
Druckformat DIN A 1
Druck-PDFs mit Beschnittzugabe (umlaufend 5 mm)
Auflösung 300 dpi
CMYK-Modus
(Autorennennung wird nach Jury-Entscheid integriert, um die Unabhängigkeit der Jury zu garantieren)

Druckspezifikationen Postkarten:
Druck-PDFs, zweiseitig, mit Beschnittzugabe (umlaufend 3 mm)
Druckformat DIN A 6
Auflösung 300 dpi
CMYK-Modus
Rückseite und Text individuell gestaltet (mit Autorennennung, Logos und FSC-Logo)

Nutzungsrechte: Die Gestalter verpflichten sich mit der Teilnahme am Wettbewerb für den Fall, dass ihr Entwurf zum Siegermotiv ausgewählt wird, inhaltlich, räumlich und zeitlich unbeschränkt sämtliche Nutzungsrechte im In- und Ausland an die Frankfurter Buchmesse zu übertragen.

Anregungen zur Plakatgestaltung  von Michael Eibes (www.eibes.com)
Dipl.- Kommunikations- Designer, geboren in Frankfurt am Main, arbeitet mit Vorliebe an Aufgaben der Business to Business Kommunikation.

Dienstleistungen und Produkte effizient und flexibel auf den Punkt des Verstehens und Mögens zu bringen sieht er als eine Herausforderung. Nach dem Studium in Wiesbaden und „Gehilfenzeit“ bei der Denksportfabrik GGK machte er sich mit seinem eigenen Büro selbstständig und entwickelt seitdem authentische, auf den Kunden, seine Biographie und seine Marktorientierung zugeschnittene Strategien. Eine gründliche Analyse und Medien wie z.B. Print, Film und Internet sind dabei wichtige Werkzeuge die zum Einsatz kommen.

Das Plakat.

Analog. Plakativ. Nicht „responsive“.

In der Komplexität unserer Medien ist das Plakat eines der schönsten, aber auch eines der einsamsten Medien. Es spricht mit uns, wenn es gut ist. Bittet um unsere Aufmerksamkeit. Ja es biedert sich auch manchmal an. Wir können seine Nachricht empfangen – aber nicht antworten.

Es gibt keine Möglichkeit einem Plakat direkt zu antworten. Da hängt es dann stumm und dumm. Ein stummer Diener der digitalen Medien, das, wenn es Pech hat, auch noch alle 30 Sekunden im Nichts verschwindet, um dann plötzlich, gut durchleuchtet wieder aufzutauchen.

Zu was ist ein Plakat eigentlich fähig?

Das Plakat hat eine ungeahnte, oft verkannte Kraft. Es kann eine Idee in die Köpfe der Betrachter pflanzen. Schnell, plötzlich und kraftvoll – direkt in das Herz oder Hirn. Und da arbeitet sie dann, nagt an uns. Weckt plötzlich Begehrlichkeiten, Sehnsüchte oder ein ungestümes Verlangen. Direkt, gnadenlos und erkenntnisreich.

Was ist ein Plakat?

Ein Plakat ist wie eine Kurznachricht auf Papier. Nein keine analoge SMS. Eher der stille, grelle Blitz, der ein Gewitter ankündigt. Der Bruchteil einer Sekunde genügt, um uns klar zu machen, was kommen wird. Ein Plakat verwendet gelernte Symbole und Bildwelten in neuen Zusammenhängen, um eine Idee, ein Anliegen oder eine Kritik zu vermitteln. Ein Plakat kann wortgewaltig sein, wenn es versteht, das geschriebene Wort, die Sprache, richtig für die eigene Sache zu nutzen. Die eigene Sache? Damit ist logischerweise die Vermittlung einer Nachricht an den Betrachter mittels einer brillanten Idee gemeint.

Woher kommt die Idee mit einem Plakat etwas mitteilen zu wollen?

Das Plakat erbringt zum ersten Mal im 16. Jahrhundert eine Kommunikationsleistung um einen Befreiungskampf zu unterstützen. Die Niederländer erfinden es im Kampf gegen die spanische Krone indem Flugblätter mit Leim an die Mauern „geplakt“ wurden. So entstand der Name „Plakkaat“ in der holländischen Sprache. Später wurde daraus in unserer Sprache „Plakat“.

Dazu noch ein Hinweis in eigener Sache: Die Plakate zur Begrüßung des Gastlandes der Buchmesse

Müssen, wenn sie „geplakt“ werden, als Grundvoraussetzung einen klar zu erkennenden Absender, also die Buchmesse sowie das Gastland der Buchmesse enthalten. Das geschieht über die Platzierung der vorgegebenen Logos. Sie sollten nicht versteckt werden, denn auch im Befreiungskampf muss Flagge gezeigt werden

Wie lange schaut man hin?

Drei bis fünf Sekunden ist die durchschnittliche Kontaktdauer eines Plakats. Was in diesem kurzen Flirt zwischen Sender und Empfänger nicht verstanden wird, kommt nie an. Keine Botschaft hat die Chance sich selbst noch zusätzlich zu erklären, das gibt das Medium und das knappe Zeitfenster nicht her. Sie muss verständlich sein, aber nicht zu einfach. Interessant und eindringlich charmant vermitteln, um was es geht. Sie kann auch provokant sein, um verstanden zu werden. Um das zu erreichen, muss die Kernbotschaft definiert werden, die auf einer tragenden Idee, wie auf einer wunderschönen Welle im Sonnenuntergang surfend, uns entgegen kommt.

Wie vermittle ich was ich zu sagen habe?

Zum Glück bieten uns Sprache und Gestaltungsdisziplinen eine fast unendliche Anzahl an Möglichkeiten für die Umsetzung. Dabei kann man sich sehr gut an der Maxime „Less is better“ von Dieter Rams orientieren. Weniges, aussagekräftig und ausdrucksstark gestaltet, bringt mehr als undefiniertes, sinnlos arrangiertes Geblubber auf der Fläche. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, ist nach wie vor zutreffend. Ein Visual sollte in seiner Komplexität absolut schlüssig bleiben oder ganz reduziert im Sinne von „plakativ“ auftreten. Nicht zu verstehende Komplexität oder Banalität führt zum schnellen Ausstieg des Rezipienten. So bleibt dann eine gute Sache auf der Strecke, weil sie nicht als gute Sache verstanden wird.

Komposition

Wir sprechen hier nicht über Kunst, es geht um die zweckgebundene gestalterische Arbeit, nicht um die künstlerische zweckfreie Darstellung. Die dedizierte Aufgabe ist die Vermittlung einer Botschaft, deren Wahrnehmung zu einer Entscheidungsfindung des Rezipienten beitragen soll. Der Auftrag ist also nicht die Darstellung im eigentlichen Sinn, es geht um die Wirkung, die damit zu erzielen ist.

Die Erkenntnisse der Kompositionslehre zu beachten bedeutet die Wahrnehmung zu fördern.

Wir können damit Spannungsfelder erzeugen, die Aufmerksamkeit bewirken und die Aufnahmebereitschaft fördern. Das ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Erfolg.

Darauf folgt die Fokussierung.

Konzentration auf einen Punkt ist die Grundbedingung für gute Kommunikation. Indem ich Linien, Formen, Farben, Typografie in Verbindung mit Größe, Nähe, Ferne gegensätzlich oder im Gleichklang einsetze entsteht ein Ordnungsprinzip mit dem sich Gewichtungen erzeugen lassen. Eine so gesetzte Komposition kann beispielsweise die Reihenfolge der Aufnahme von Informationen steuern. So lassen sich Wahrnehmung und daraus folgende Schlussfolgerungen steuern.

 

Deutsches Plakat Museum:

http://www.nrw-museum.de

unter Ort „Museum“ und „deutsches plakat museum“ auswählen

Theorie:

http://www.uni-kiel.de/psychologie/psychophysik/mausfeld/Wahrnehmung_Theorieperspektiven.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelle_Symbolisierung

http://bauhaus-online.de/atlas/personen/johannes-itten

http://www.uni-bielefeld.de/lili/kumu/farbenlehre-kueppers/de/farbentheorie/farbenlehre_in_vergangenheit_und_zukunft.html

 http://archive.org/stream/punktun00kand/punktun00kand_djvu.txt

 http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/5758